Robert Strübin: Musik sehen Bilder hören

           
    Programm 2009 - 2010 (Druckversion als Pdf )
    Eröffnung der Ausstellung
Podiumsveranstaltung
Die Farben der Töne – Töne sehen!

Klingende Bilder 1
Klingende Bilder 2
Klingende Bilder aus dem Kinder-Workshop
Buchvernissage / Klingende Bilder 3
13. Nov. 2009
05. Feb. 2010

12. Mär. 2010
23. Apr. 2010
07. Mai  2010

4. Juni 2010


   
Die „ZwischenZeit“ gibt in einem umfassenden Projekt Raum und Gelegenheit, die Welt des Basler Künstlers Robert Strübin in ihren verschiedensten Facetten zu beleuchten. 7 Monate lang dauert die erste klingende Ausstellung seiner Werke mit über 30 Leihgaben von Carl Laszlo und René Müller (Basel), Galerie Beyeler  (Basel) und Edith Talman (Ueberstorf). Sie  wird ergänzt von einer Podiumsveranstaltung u.L.v. Dr. S.Schibli, 3 Musikabenden mit klingenden Werken des Künstlers sowie einer Veranstaltung für und mit Kindern (Primarschulklasse aus BS/BL / Kinder einer musikalischen Grundkursklasse aus BS/BL).
Das detaillierte Programm senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Als Mitglied des Vereins „ZwischenZeit“ werden Sie laufend informiert.Der Basler Musiker Robert Strübin (1897-1965), der am Ende seines Lebens völlig verarmt und zurückgezogen als Sonderling in einem kleinen, verwunschenen Haus am Winkelriedplatz in Basel gelebt hat und nur von ein paar wenigen Freunden unterstützt wurde, kann mit seinen Architekturbildern wohl mit Recht zu den Wegbereitern der späteren Op-Art gezählt werden. „Strübins Werk dürfte für die Schweizer Kunst eine Entdeckung ersten Ranges bilden“ (J.Chr. Ammann im Katalog zur Ausstellung des Kunstmuseums Luzern 1970). Ab 1938 malte er fernöstlich, mystisch-meditativ anmutende Rosettenbilder und begann 1958 mit Musikbildern: mathematisch genaue Umsetzung von Partituren verschiedenster Komponisten in Farbe.
„Strübin wollte nicht eine subjektive Darstellung der Musik --- er wollte Musik optisch objektivieren --- er wollte die Identität von Optik und Akustik, und zwar unabhängig von spontanen Erlebnissen und Gefühlseindrücken, sondern quasi absolut unabhängig von Zeit und Raum…“ (Thomas Lehner).
         Strübin war als Klavierlehrer an der Basler Musikschule tätig und produzierte sich auch gelegentlich für das noch ganz in den Kinderschuhen steckende Radio zum damals üblichen Honorar: ein Glas Bier. Gesundheitliche Gründe (Asthma, später Angina pectoris) liessen ihn seine Anstellung jedoch aufgeben und er erteilte fortan Privatunterricht an Schüler, noch lieber Schülerinnen. Waren die Mädchen hübsch, spielte er ihnen Brahms, Schubert, Berlioz und vor allem Bach vor --- gelernt haben die Schülerinnen so allerdings nicht allzu viel. Ab 1930 begann er zu malen (Karikaturen,  Architekturzeichnungen, Rosettenbilder). Während des zweiten Weltkriegs sass er Tag und Nacht (er kam mit zwei, drei Stunden Schlaf aus) an seinem Radio und kommentierte in 9 dicken Heften das politische und militärische Geschehen der Zeit. Nach dem Krieg hielt er sich finanziell mühsam über Wasser, die Beziehungen zu Freunden rissen ab, das Haus verwilderte und zuweilen tat er selber ganz unmissverständlich kund:“Tot bis Mittwoch, 12. Januar 1962 um 12.45 Uhr“ hiess es etwa auf einem an der Haustür befestigten Zettel. Oft hatte er bis zu 5 Tagen nichts zu essen. Eine finanzielle Gabe eines Freundes  für Brennholz setzte er in eine Languste und eine Flasche Champagner um: „Tu sais, das wärmt mich viel mehr als Holz und Kohlen“. Ab 1956 durfte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr musizieren.  Aus dieser Not machte er eine Tugend, indem er die Werke seiner geliebten Komponisten fortan in  Formen und Farben umsetzte: Farbpartituren. Er entwickelte in geradezu pedantischer Genauigkeit ein differenziertes Farbtonsystem-Code, sozusagen eine Notenschrift in Farben: seine Musikbilder.



   

13. November 2009
Eröffnung der Ausstellung

19.00 Uhr: Vernissage mit musikalischem Begleitprogramm junger Basler Pianisten und Pianistinnen.
Einführung von Dr. Tilo Richter.


   

5. Februar 2010
Podiumsveranstaltung
Die Farben der Töne – Töne sehen!

19.30 Uhr: Gesprächsleitung: Dr. S. Schibli.
Auf dem Podium: Prof. Dr. K. von Maur, Prof. Dr. D. Ladewig, C. Laszlo, T. Lehner, Dr. T. Richter.

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12. März 2010
Klingende Bilder 1

19.30 Uhr: Junge Pianisten und Pianistinnen spielen Kompositionen von Chopin und Debussy nach Bildern von R. Strübin.


   

23. April 2010
Klingende Bilder 2
19.30 Uhr: Strübins Musikbild zu J. S. Bach (Chaconne), gespielt von H. H. Schneeberger (Violine).


   

ABGESAGT

7. Mai 2010
Klingende Bilder aus dem Kinder-Workshop

18.00 Uhr: Primarschulkinder und GrundkursschülerInnen
aus Basel zeigen Ausschnitte aus
einem sechswöchigen Workshop zum Thema.



   

4. Juni 2010

18.00 Uhr:
Buchvernissage
Es sprechen
Ruedi Bienz, Schwabe Verlag und Dr. Tilo Richter, ZwischenZeit

Apéro.

19.00 Uhr
Klingende Bilder 3
Emmy Henz-Diémand mit Musikmaler Ignacio Guisasola


Das Haus ZwischenZeit liegt in der Basler Spalenvorstadt, erreichbar mit Tramlinie 3 oder Buslinie 34 (Universität) oder 33 und 30 (Spalentor)

Öffnungszeiten: Samstag von 10 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung

Eintrittspreise Anlässe: 25 Franken

Platzreservierungen: Tel. ++41 (0)61 411 41 82 oder per E-Mail: info@zwischenzeit.ch

 
 
  Wir danken den Leihgeberinnen und Leihgebern:
Galerie Beyeler, Basel • Karl Gerstner, Basel • Christine Halstenbach, Wuppertal • Emanuel Hoffman-Stiftung • Kunstmuseum Basel • Carl Laszlo, Basel • René und Susanne Müller, Basel • Sammlung Gerstner | Neues Museum Wesenburg, Bremen • Sammlung Nationale Suisse, Basel • Sammlung Dieter und Si Rosenkranz, Berlin • Max und Irene Wandeler, Luzern sowie weiteren ungenannt bleibenden LeihgeberInnen.


Wir danken für die Unterstützung:
  fondation nestle pour l'art schwabe liechti basel kultur

   

 
      Artephila-Stiftung  
   


Das Projekt wird kuratiert von Dr. Tilo Richter, Dr. Heinz Stahlhut sowie Sabine und Dagobert Koitka.
 
    Haus ZwischenZeit
Spalenvorstadt 33
4051 Basel
info@zwischenzeit.ch