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Kunst und Wort gehen zu Brust, bis sie spricht. Aus Anlaß der 550 Jahr-Feier der Universität Basel 2010 veranstaltet buchkunst+hommagerie Sabine Koitka in der Spalenvorstadt mit dem Künstler und Autor PeerClahsen eine literashirt -Behemdung. PeerClahsen zerlegt seit 50 Jahren geometrische Körper zu objeux. objeux sind sowohl Objekt als auch Spiel. objeux sind klassische KunstSpielObjekte, PlayArts für Hände und Kopf, weniger für den Kopf, mehr für die Hände. Denn Hände sind die eigentlichen Spieler im Leben. Im Kopf geht es etwas anders zu. Der Kopf ist im Grunde ein Dividierer, er will auseinanderbrechen, was doch eigentlich zusammengehört. Er ist ein Streiter, dem es häufig genug gelingt, seinen ihn tragenden Körper zu auseinandersetzenden Handlungen zu bewegen. Und seltsamerweise gehorcht er sogar dem Kopf. Aber der Kopf ist auch ein Seher; er sieht z.B. dass Wörter oft ein Eigenleben besitzen, das ausschließlich in ihren Buchstaben begründet ist, in den Zeichen. Zum Beispiel sind verborgen und doch offenbar in dem Wort WORT, dem Stammvater unserer Sprache und Schrift (oder ist es die StammMutter?) noch zwei weitere Wörter, nämlich WO und ORT. Das Wort WORT ist somit das konkreteste und kürzeste, ja komplexeste BuchstabenGebilde oder konkrete Gedicht in der deutschen Sprache und Schrift. Es lässt sechs verschiedene Konstellationen zu, wovon die bedeutendsten zwei auf einem literashirt zu lesen sind: vorne als Frage und hinten als Antwort. Dieses BuchstabenEnsemble entstand im Jahr 1961, ist 1971 von dem berühmten Typographen Adolphe Hürlimann aus Zürich in Blei gesetzt und gedruckt worden als tyPoemPoster und ist gleichzeitig in NewYork und in Zürich erschienen. „Die WortBrüche hat Peer Clahsen zu einer wahren Meisterschaft gebracht; mit einfachen typographischen Mitteln werden mehrschichtig lesbare WortObjekte gestaltet ... .“ (Stephen C. Lear, München 1992) Wörter leben. Die meisten leben sehr lange, etliche verschwinden nach einer bestimmten Zeit; einige haben nur ein kurzes TagesDasein. Ohne Wörter aber müssten die Menschen sterben, hätten sie nicht die Musik. Sie kommt ohne Wörter aus, wird aber nicht von allen Menschen gleich empfunden und verstanden - sofern man Musik überhaupt verstehen kann. Am Anfang war das Wort. Oder war es im Anfang? Schöpfungs- Berichterstatter nahmen offenbar den SchöpfungsUmstand nicht so genau. Die Wort-BehemdungsKunst könnte klärend helfen. |
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Im Haus zur ZwischenZeit 17., 18., 19. September 2010 4051 Basel Spalenvorstadt 33 Tel: 061 261 52 03 E-Mail: koitka@zwischenzeit.ch www.zwischenzeit.ch |
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